Max-Planck-Realschule meistert Fernunterricht

            „Alles andere als Winterschlaf: die Max-Planck-Realschule im Lockdown”

Der aktuelle Lockdown stellt auch die Schulen im Land vor besondere Herausforderungen. Beim Unterricht auf Distanz spielt Digitalisierung eine große Rolle – bei der Vermittlung von Inhalten ebenso wie für Austausch und individuelle Lernbegleitung.   Dies gilt auch für die Max-Planck-Realschule in Bad Krozingen, die mittlerweile gut im Fernunterricht angekommen ist. Wie an anderen Schulen wird für den digitalen Unterricht  hier die Lernplattform Moodle genutzt, die nach den Weihnachtsferien anfänglich mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Die Plattform ermöglicht Videokonferenzen, Chats und Präsentationen, über die Unterricht abwechslungsreich in den virtuellen Raum verlegt werden kann. Zwischenzeitlich läuft Moodle recht stabil, solange die Teilnehmenden nicht alle Funktionen und Optionen zeitgleich herausfordern.
Schülern und Lehrkräften der Max-Planck-Realschule gelingt es durch hohes Engagement, Flexibilität und eine Menge Einfallsreichtum, in der derzeitigen Krise manche Chance zu nutzen. Digitale Bildungsangebote sind in kurzer Zeit enorm angewachsen und unstrittig ist mittlerweile, dass zu einer vernünftigen Lernausstattung auch ein ordentlicher Rechner und eine Internetverbindung gehören. PC, Tablet und Smartphones werden als Werkzeug fürs Lernen noch selbstverständlicher. Um die Situation zu meistern, kann die Max-Planck-Realschule auf langjährig aufgebaute, umfassende Medienausstattung und zumindest vor Ort auf ein starkes WLan-Netz zurückgreifen. Dies ist vor allem der Gemeinde Bad Krozingen zu verdanken, die ihre Schulen nach Kräften bei der Digitalisierung unterstützt. Gemeinsam haben sich Realschule und Schulträger in den vergangenen Monaten auf einen erneuten Lockdown vorbereitet. So wurden Kontaktdaten und Mailverteiler komplettiert, Zugangsberechtigungen eingerichtet und Endgeräte angeschafft, um die Voraussetzungen für digitales Lehren und Lernen sicherzustellen. Einwilligungserklärungen mussten eingeholt werden, weil das digitale Lernen auch manche Frage zum Datenschutz aufwirft. Schülerinnen und Schüler übten auch im Präsenzunterricht immer wieder in den virtuellen Räumen der Fächer. So wurden Aufgaben und Lernmaterialien auf Moodle abgelegt, der Umgang mit Erklärvideos geübt oder die digitale Rückgabe von Aufgaben eingefordert.  Vorausschauend wurden Lehrkräfte aus dem Homeoffice im Präsenzunterricht zugeschalten und Schüler bei der Beschaffung von Endgeräten für zu Hause begleitet.  Die Abschlussklassen erfahren im erneuten Lockdown zusätzliche  Unterstützung, um eine bestmögliche Prüfungsvorbereitung fortzusetzen.
Auch für die Pädagogen bekam lebenslanges Lernen eine neue Praxis mit dem Ziel, sich fit für den digitalen Unterricht zu machen. In und außerhalb schulinternen Fortbildungen fand ein intensiver Austausch über neue Tools, hilfreiche Apps und modernes Informationsmanagement statt.  Schulleiterin Sabine Stein freut sich über die ermutigenden Rückmeldungen der Eltern, die ihrerseits durch engagiertes Mitwirken zum erfolgreichen Fernunterricht beitragen: „Ein noch so großer Einsatz unserer Lehrerinnen und Lehrer kann nicht verhindern, dass es noch viel Verbesserungspotenzial gibt. Auch sind Präsenzunterricht und das soziale Miteinander vor Ort schlicht nicht zu ersetzen. Um eine Krise gut zu bewältigen, braucht es Verständnis für notwendige Kompromisse, viel Geduld und über allem ein zuträgliches Miteinander. Dies alles ist in unserer großen Schulgemeinschaft in hohem Maße vorhanden und letztlich der Motor unseres Gelingens.“